Deutscher Club für Leonberger Hunde e.V.
Landesgruppe MV

Jahreshauptversammlung des DCLH 2014 – Demokratie im Verein

 

Mit Einladung vom 01.01.2014 hatte der Präsident im Namen des Vorstands des DCLH zur Jahreshauptversammlung in den „Hessischen Hof" nach Kassel/Waldau eingeladen. Die Einladung und die Tagesordnung waren fristgerecht auf den Informationsseiten unseres Klubs veröffentlicht worden.

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Da es in Kassel schon um 10:00 Uhr losgehen sollte, hieß das für die kleine Truppe aus der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern früh aufstehen. Und ganz besonders früh mussten Norbert und Ute aus Tessin aufstehen.

In der Raststätte Wülferode-West war eine kleine Pause angesagt, um sich etwas die Beine zu vertreten und sonstige „Erledigungen" zu tätigen. Dann ging es zügig weiter. Da keine nennenswerten Baustellen die Anreise von uns behinderten, waren wir relativ früh im Tagungslokal angekommen.

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Das war insoweit interessant, weil wir so miterleben konnten, wie der gesamte Vorstand Hand anlegte, um die Veranstaltungstechnik vorzubereiten. Die Lautsprecheranlage war aufzubauen und auszurichten. Das Gleiche galt für den Beamer und die Leinwand. Auch diverse Laptops mussten angeschlossen werden. Also ganz schön viel zu tun.

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Wie die Fotos beweisen, hier waren versierte Leute am Werk, so dass alles ziemlich schnell erledigt war.

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Inzwischen trafen auch die Teilnehmer ein. Einige hatten ihre Leonberger mit dabei. Anmeldung und abholen der Stimmkarte war angesagt und natürlich wurden die letzten Neuigkeiten ausgetauscht.

In diesem Jahr waren insgesamt 95 Mitglieder angereist. Das waren 32 mehr als zur JHV im vorigen Jahr!

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Fast pünktlich könnte unser Präsident die Jahreshauptversammlung eröffnen und die Beschlussfähigkeit feststellen. Nachdem Herr Ring zum Protokollanten der Versammlung gewählt worden war, konnte Willi Güllix in diesem Jahr zwei besondere Ehrungen vornehmen.

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Albert Hellener und Gerhard Knape, beide Mitglied im DCLH seit 1969 bzw. 1961, wurde die Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Clubs für Leonberger Hunde verliehen.

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Es war nicht nur für die beiden geehrten Herren ein sehr emotionaler Moment, als die Teilnehmer sich zu Standing Ovations von ihren Plätzen erhoben.

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Sichtlich bewegt nahm Herr Hellener die Ehrung entgegen und bedankte sich für die Anerkennung seines Wirkens im Klub.

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Auch für Herrn Knape war die Verleihung eine große Anerkennung seiner jahrzehntelangen Tätigkeit im DCLH.

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Nachdem die Präsente überreicht waren, erhoben sich die Teilnehmer der JHV auch für Herrn Knape zu Standing Ovations von ihren Stühlen.

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Ein sichtlich beeindruckter Gerhard Knape ergriff das Mikrofon und sprach kurz über seine Mitgliedschaft im Leonbergerklub und die Wiedervereinigung.

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Die Ehrungen waren sehr ergreifend und es war schön, die Freude bei den Geehrten miterleben zu können.

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Für seinen besonderen Einsatz bei der Blutabnahme im Rahmen der Klubschau in Leonberg dankte Herr Güllix im Namen des Vorstands Herrn Dr. Scherer. Durch seinen Einsatz wurde die Blutbank für unsere Leonberger als Grundlage für den LPN1-Test bzw. die Krebsstudie um viele zusätzliche Proben erweitert.

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Vor dem Bericht des Präsidenten an die Jahreshauptversammlung wurden noch die drei Mitglieder der Abstimmungskommission bestellt. Danach wurde der TOP „Bericht des Präsidenten" aufgerufen.

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Herr Güllix konnte für das zurückliegende Vereinsjahr eine beeindruckende Bilanz ziehen. Besonders hervorgehoben wurden die Transparenz im Verein sowie der internationale Zuchtaustausch.
Der Präsident ging in seinem Bericht auch offen auf Probleme im Verein ein. Die Diskussionen, die in den sozialen Netzwerken im Internet geführt werden, entbehren oft jeder sachlichen Grundlage und sind überwiegend durch geringe Fachkompetenz gekennzeichnet. Es drängt sich häufig der Eindruck auf, dass persönliche Betroffenheit ausgetragen wird.

Ein Schwerpunkt in der Arbeit des Vorstandes war auch im Jahr 2013 die Haushaltssicherung. Trotz der im Wesentlichen konstanten Mitgliederzahlen ist das nicht immer ein einfaches Unterfangen. Die Reparaturen am Dach des Vereinsheimes zur Erhaltung der Bausubstanz waren dabei eine der großen Herausforderungen.

Aus Sicht des Unterzeichners ist der Wechsel unseres Klubs von der Zeitschrift „Der Hund" hin zum „Der Rassehund" ein Geschäft gewesen, das wohl zu einer erheblichen Verschlechterung der Kommunikation im Klub beitragen wird. Gleich bleibende Kosten bei wesentlich weniger Platz in der Zeitschrift für unsere Beilange!

Durch den Präsidenten wurde das neue Image-Plakat unseres Klubs vorgestellt.

Natürlich kann man über Geschmack streiten und jeder wird so sein persönliches Für und Wider dazu haben.

Ich finde das Plakat gelungen und wir sollten uns vor Augen halten, dass es Menschen außerhalb unseres Vereins ansprechen soll. Das klappt am besten auf der emotionalen Ebene.

Der abgebildete Leo ist schon ein prächtiger „Botschafter" und meiner Meinung nach ein rassetypischer Vertreter.

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Im nächsten Tagesordnungspunkt hielt unser Vizepräsident Norbert Krebes seinen Bericht. Die interessanten Analysen des Ausstellungsgeschehens und seine plausibel aufbereiteten Statistiken regten viele zum Nachdenken an. Vielleicht könnte das eine Anregung für die Erstellung eines Ausstellungskonzepts im Klub sein?

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Der Zuchtleiter unseres Klubs dankte allen Zuchtleitern für die Zusammenarbeit. Besonders bedankte sich Herr Meier bei Frau Leipelt für ihre Arbeit im Zuchtbuchamt. Das für uns gewohnte zeitnahe erstellen der Ahnentafeln ist in anderen Rassehundeklubs durchaus eher selten „an der Tagesordnung".

Wolfgang Meier stellte fest, dass das Jahr 2013 ein außergewöhnliches für die Hundezucht war. Nach umfangreichen Informationen zu den Trends bei den Wurfzahlen, den Welpen-Zahlen, Kaiserschnitten, Nabelbrüchen und vielem Anderen konnte er auch darüber informieren, dass zwei Erstzüchterseminare mit jeweils 15 bis 20 Teilnehmern durchgeführt wurden und fünf Körungen stattfanden.

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Zum Schluss seiner Ausführungen ging er auf die Statistik zur LPN1-Untersuchung ein. Er informierte über den Stand der Mitwirkung unseres Klubs an der erfolgreich laufenden Krebsforschungsstudie der Uni Bern. Herr Meier appellierte an die Mitglieder, den Erfolg der Studie auch durch mehr Informationen zum Gesundheitszustand der Probanden zu sichern.

Die Ausbildungsleiterin Frau Brunner informierte über die im Klub abgelegten Leonberger Vorprüfungen, die Leonberger Fährtenhundprüfungen und die Begleithundprüfungen. Der Ausbildungsstand überzeugte durch Spitzenleistungen der Hunde wie auch der Hundeführer.
Im Leistungsbuch konnten 2013 insgesamt 53 Einträge vorgenommen werden. Wichtig war noch die Information von Frau Brunner, dass sieben Ausbilder des DCLH die Prüfung zum lizensierten Ausbilder für den VDH-Hundeführerschein abgelegt haben.

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Durch die Schatzmeisterin Frau Natterer wurde die finanzielle Situation des Klubs wie immer in verständlicher Form präsentiert. Das Kalenderjahr 2013 konnte unser Klub mit einem ausgeglichenen Haushalt abschließen. Sie dankte den Landeskassenwarten für die hervorragende Zusammenarbeit.

Im Anschluss daran attestierte der Kassenprüfer Herr Ehm in seinem Bericht die korrekte und lückenlose Führung und Dokumentation der Haushaltsunterlagen.

In der anschließenden Aussprache zu den Berichten gab es Nachfragen zu den Körergebnissen des letzten Jahres. Obwohl Herr Meier dazu keine exakten Zahlen vorbereitet hatte konnte er feststellen, dass die Ursachen für das Durchfallen einzelner Hunde bei der Körung etwa zur Hälfte auf den Formwert und andererseits auf Verhaltensschwächen einzelner Leonberger zurück zu führen sei. Eine Häufung einzelner Mängel war demnach nicht feststellbar.
Im Anschluss an die intensive Diskussion zu diesem Thema bot Frau Leipelt an, die JHV künftig umfassend über die Körergebnisse zu informieren.

Anschließend wurde der Vorstand einstimmig und ohne Stimmenenthaltungen durch die Mitgliederversammlung für das Geschäftsjahr 2013 entlastet.

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Entsprechend der beschlossenen Tagesordnung wurden nun die Anträge an die Mitgliederversammlung aufgerufen und diskutiert. Insgesamt standen zehn Anträge, davon zwei vom Vorstand des DCLH und acht von Klubmitgliedern eingebrachte Anträge, zur Abstimmung. Sie befassten sich mit Änderungen bzw. Erweiterungen der Zuchtordnung und der Körordnung sowie der Datenerhebung zu statistischen Zwecken.
Zu einem Antrag musste die Jahreshauptversammlung per Abstimmung entscheiden, ob dieser Antrag zugelassen und ob in offener oder geheimer Abstimmung entschieden werden soll.

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Bei aller Emotionalität in der Diskussion, die für mich Ausdruck dafür ist, dass unsere Mitglieder sehr stark an einer positiven Entwicklung des Klubs interessiert sind und den Weg mitbestimmen wollen, wurde überwiegend mit Sachargumenten um die beste Lösung gestritten.
Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. So funktioniert Demokratie im Verein. Wichtig war, dass am Ende ein versöhnlicher Konsens erreicht werden konnte. Daran hatte nicht zuletzt die konstruktive Leitung der Diskussion durch den Präsidenten einen großen Anteil.

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Mein Fazit des Tages: Es war wieder einmal sehr spannend und es hat sich gelohnt, den weiten Weg von Mecklenburg-Vorpommern nach Kassel/Waldau zur JHV 2014 anzutreten.

 

Hans-Joachim Schreiber